Das Schafsprojekt

 

Ein neues Projekt
Seit kurzer Zeit stehen hinter der Sporthalle von Windschläg fünf neue Besucher der Sommerfeldschule. Dabei handelt es sich um zwei Mutterschafe mit ihren Lämmern. Diese stehen für ein paar Wochen auf der Wiese der Familie Siedler und mähen zufrieden den Rasen!

In den nächsten Wochen werden sich die Schüler und Schülerinnen mit den Themen Tierhaltung, Wollverarbeitung und Gartenbau auseinandersetzen. Dabei wird es ganz praktisch zugehen. So haben Kinder der 3. und 4. Klasse bereits einen Weideunterstand gebaut. Als nächstes steht die Fertigstellung eines mobilen Zaunes an. Im Juni wenden wir uns der Wollverarbeitung zu. Von der Schur bis zum fertig gesponnenen Wollfaden sind viele Schritte und einiger Schweiß von Nöten. Und nicht zu Letzt wird auch das, was bei den Schafen hinten rauskommt als Dünger im Schulgarten Verwendung finden.


In den kommenden Wochen werden wir Sie über die Homepage über den aktuellen Stand unserer Projekte informieren.


Mit herzlichen Grüßen
Herr Schäfer
 
 

Wir bauen unseren eigenen Schafszaun
Zäune für Schafe können im Tierhandel gekauft oder selbst gebaut werden. Wir wollen versuchen einen eigenen zu bauen. Alles, was man dazu braucht sind: Holzpfähle, Isolatoren, Stromlitze, sowie ein Stromgerät und eine Stromquelle. Dass sich ein Zaun nicht so leicht bauen lässt wurde den Schülerinnen und Schüler schnell bewusst. Doch wie man auf dem Bild sehen kann, lassen sich diese nicht von anstrengender Arbeit abhalten. Nachdem sie die Enden der Holzscheren spitz zu gesägt hatten, schlugen sie diese mit einem schweren Vorschlaghammer in den Boden. Im nächsten Arbeitsschritt brachten sie Isolatoren (Halterungen) für die stromführende Litze an. Wie gut die Arbeit gelungen war, zeigt das Ergebnis auf dem Strommessgerät! Volle Voltzahl! Diese braucht es auch. Denn schließlich haben wir keine Lust in der Nacht Ausreiser einzufangen! In den kommenden Wochen werden die Schafe in diesem Zaunbereich grasen.
 
 
 

Quelle: R. Schäfer

 
 
 
 
 
 

Die Schafe wurden geschoren!
Heute wurden die Schafe geschoren! Das ist vergleichbar mit einem Besuch beim Friseur. Nur ist es so, dass die Schafe sich nicht freiwillig die Wolle scheren lassen. Deswegen mussten wir sie festhalten und auf den Boden legen. Wir haben mit einer geschmiedeten Handschere gearbeitet. Das hat den Vorteil, dass dies überall gemacht werden kann. Mit der Handschere zu arbeiten ist geräuscharm und somit angenehm für die Ohren Der Nachtteil zur einer elektronischen Schermaschine ist ihre wesentlich geringere Zügigkeit. Von Hand scheren ist richtig Arbeit. Aber wie man sieht, funktionierte es gut und die Kinder hatten ihre Freude dabei.
In den nächsten Arbeitsschritten, werden wir die Wolle sortieren. Das bedeutet, dass wir die Schmutzwolle von Bauch, Beine und Po aussortieren und die Schurwolle zur weiteren Wollverarbeitung vorbereiten: Das Waschen der Wolle. Doch Hierzu mehr im nächsten Beitrag. 
 
 
Hast du das gewusst?
Was viele nicht wissen, die Wolle schütz im Winter vor Nässe und Kälte. Ein Schaf liebt die geringen Temperaturen und fühlt sich im Temperaturbereich zwischen -5 bis 10 Grad am wohlsten.
Das Lanolin, das Wollfett, ist ein wahres Wundermittel. Es ist wasserabweisen und sorgt so dafür, dass die Unterwolle und somit der Körper des Schafes trocken und geschützt bleibt. Zugleich hat es eine heilsame Wirkung bei Wunden und Schmerzen.
 
Die Schmutzwolle wird nicht weggeworfen. Sie gehört zu den nährstoffreichsten Naturdünger und findet ihre Verwendung in unserem Schulgarten.
Noch zum Anfang des letzten Jahrhunderts war die Wolle ein wertvoller Rohstoff, der den Schäfern ein gutes Einkommen lieferte. Heute liegt der Wollpreis bei ca. 20 Cent pro Kilo. Dies deckt nicht einmal die Kosten für das Scheren!
 
 
 
 

Die Wolle wurde gewaschen!
Seit dem letzten Beitrag ist nun einige Zeit verstrichen und was mit der Wolle geschah könnt ihr hier auf den Bildern sehen. Es hatte sich ziemlich viel Dreck und Raufaser, wie Blätter und Heu, im Vlies verfangen. Dies wäre bei der weiteren Wollverarbeitung nur hinderlich. Deswegen haben wir die Wolle mehrmals in kaltem Wasser gewaschen. Seife sollte, wenn überhaupt, nur wenig verwendet werden, da diese das Fett auslöst und fettfreie Wolle zum Spinnen ungeeignet ist. Nun steht der nächste Arbeitsschritt, das Kardieren, an.